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DEUTSCH

Whisky Reise

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Whiskyreise - Glenborrodale - Adelphi - 12. - 23. 9. 2007

Glenborrodale Castle - Home of Adelphi
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Auf Einladung von Adelphi konnten wir wieder einige Tage im Stammhaus – dem Glenborrodale Castle - in Ardnamurchan verbringen. Der Tradition entsprechend haben wir die Gelegenheit genutzt, gleich wieder einige Tage länger in Schottland zu bleiben.

Mit Ryanair reisten wir erneut über Linz, Stanstead (wie üblich gab es hier wieder einige Schwierigkeiten zu bestehen) und Prestwick in die Lowlands. Die erste Nacht verbrachten wir im Zentrum von Troon in einem sehr netten kleinen B & B mit ausgezeichnetem Frühstück.

Die weitere Reise führte uns über die Erskine Bridge Richtung Norden nach Boat of Garten. Das örtliche Hotel ist sehr nett und auch das Essen empfehlenswert und uns nicht zuletzt schon von früheren Whiskyreisen in guter Erinnerung. In unmittelbarer Nähe gibt es einige sehenswerte Natur Reservate (Ancient Pine Woods und Oak Woods).

Über BenRiach (inklusive Verkostungstreffen mit Distillerymanager Alan McConnochie), Glenfarclas (und einigen Drams aus der Family Cask Serie) und Coleburn (diese lost Distillery steht zwar noch, dürfte jedoch demnächst durch ein größeres Wohnbauprojekt endgültig von der Whiskylandkarte verschwinden) ging es Richtung Norden bis Tain. Am Weg durch die Speyside statteten wir einigen Distilleries Kurzbesuche ab (Tormore, Dailuaine, Balmenach, Longmorn, Glen Moray). Das Mündungsgebiet im Dornoch Firth hatte danach als Kontrast einige Naturschönheiten zu bieten. Im Morangie-Hotel in Tain konnten wir fürstlich nächtigen – und das zu einem wirklich günstigen Preis.

Über die schön gelegene Distillery Balblair und Drumnadrochit fuhren wir zum Glen Affric. Da das Wetter in diesem Tal nicht besonders war, konnten wir die Annehmlichkeiten des kleinen Hotels in Tomich genießen. Richtung Süd-Westen setzten wir unsere Reise über Port Williams (B & B mit Ben Nevis Blick) und Glenfinnan nach Cona Glen fort. Nach einem kurzen Sidestep in die Ben Nevis Distillery und einem wehmütigen Blick zur bereits in einen Wohnpark umgewidmeten Glen Lochy Distillery war eine halbtägige Wanderung durch den Cona Glen ein besonderes Erlebnis.

Nach Nächtigung in Strontian Hotel (ein Hotel wie im bekannten Movie Local Hero und gutem Sea-Food) fuhren wir dem Loch Sunart entlang weiter nach Glenborrodale. Wie üblich wurden wir von den beiden Adelphi Besitzern Keith Falkner und Donald Houston sowie dem Mastermind Alex Bruce empfangen. Besonders freute uns, dass wir wieder Robin Tucek von Blackadder treffen konnten. Das erste Mal nahm auch eine russische Delegation an dem Adelphi-Treffen teil. Tom Lewis - ein bekannter Starkoch - hatte mit Whisky einige grandiose Speisen gezaubert und sorgte für ein 5 Hauben Dinner. Davor gab es ausreichende Gelegenheit, die für Ende Oktober 2007 geplanten Adelphi-Abfüllungen zu verkosten.

Besonders interessant: ein sehr dunkler 1980er Inchgower aus einem dark sherry cask (ein wirklich vorzüglicher Malt ohne überbordenden Sherry) und ein rauchiger 9jähriger Bunnahabhain (der fast an einen jungen Ardbeg erinnerte). Der neue Breath of Islay (aus der Classic Malt Distillery an der Südküste von Islay) ist m.E. die bisher beste Abfüllung der Breath of Islay-Serie. Ein relativ junger 1996er Ben Nevis und ein 1990er Dalmore erwiesen sich als ausgezeichnete Vertreter der etwas jüngeren Malts. Ein Highlight wird der im Bourbonfass gelagerte "Breath of the Highlands" aus dem Jahre 1972 werden. Die Distillery die diesen Malt produzierte liegt in den Midlands gleich in der Nähe von Balmoral. Ähnlich wie beim Breath of Islay möchte Diageo als Besitzer der beiden Distilleries die Distillerynamen nicht am Etikett genannt sehen. Nur der Breath of the Isles (von der Insel Skye) hat ein wenig enttäuscht. Alles in allem werden die neuen Adelphis wieder in der absoluten Oberliga mitspielen können.

Nach den beiden wunderschönen Tagen im Glenborrodale Castle haben wir noch kurz entschlossen 2 Tage auf Mull mit einigen schönen Strandwanderungen und natürlich einem Kurzbesuch in der Tobermory Distillery verbracht.
Über Oban ging es abschließend zurück in die Lowlands, und mit Ryanair ohne Probleme zurück nach Österreich.

Whiskyreise 2007 - 29. 4. - 9. 5. 2007

der erste Maltwhisky aus der Glengyle Distillery in Campbeltown. Frank MacHardy und Mario Prinz mit einer Flasche Killkerran
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Die Whiskyreise 2007 war nicht nur durch das Thema Whisky geprägt sondern auch der Schwerpunkt "Nationalparks in Schottland" spielte eine größere Rolle.

Diesen beiden Interessenslagen entsprechend wurde unsere Reiseroute - in erster Linie an der Westküste Schottlands - gestaltet.

Die Anreise mit Ryanair von Linz via London Stanstead nach Glasgow Prestwick war wie immer unkompliziert, und Ryanair erwies sich wieder als überpünktliche Fluglinie. Nach einer kleinen nächtlichen Irrfahrt durch Ayr fanden wir schließlich die erste Unterkunft im Marine Hotel am altehrwürdigen Royal Troon Golfcourse.

Am nächsten Tag erfolgte die Weiterreise nach Oban. Das bereits oft besuchte Falls of Lora Hotel bei der Connel Bridge nördlich von Oban war unser stimmiges Nachtquartier. In der Nähe befinden sich noch größere Reste der ehemaligen Eichenwälder Schottlands. Eine Wanderung durch diese Gebiete läßt Assoziationen zu einem Schottland in längst vergangenen Zeiten aufkommen.

Die Fähre am nächsten Tag nach Islay war erst für den Nachmittag geplant und die Anreise von Oban nach Kennacraig konnte noch mit einigen naturkundlichen Abstechern versehen werden.

Islay empfing uns mit prachvollem Kaiserwetter. Die Temperaturen und der klare Sonnenschein während unseres dreitägen Aufenthalts entsprachen eher einem Karibikurlaub.

Erste Station war die Bowmore-Distillery. Eddie MacAffer führte uns ausführlich in die Besonderheiten des Mälzens ein. Er äußerte nicht zuletzt seine Bedenken über die Bestrebungen einiger Distilleries, besonders stark getoftes Malz für die Whiskyproduktion einzusetzen.

Abschließend gab es noch einige Fassproben. Besonders beeindruckten mich dabei ein New Spirit, ein 7jähriger Bowmore aus einem Bourbon Barrel und ein 12jähriger aus einem Pedro Ximinez Butt. Alle Proben zeigten auf, dass Bowmore offensichtlich wieder einen Weg eingeschlagen hat, der den Geschmackskriterien in Europa weitgehend entsprechen kann. Von - in letzter Zeit sowieso immer mehr in den Hintergrund rückenden - Veilchennoten war in den Casksamples keine Spur mehr zu finden.

Bunnahabhain, Ardbeg und Bruichladdich wurden kurz besucht und es gab wieder eine Menge an Naturreservaten zu besichtigen.

Dass beim Kildalton Cross mitsamt seinem Friedhof und Kapelle eine ca. 30köpfige Reisegruppe, deren Mitglieder sehr an britische Hooligans erinnerten, ein mehrstündiges Picknick abhielt, war eher unerfreulich. Dass dieser Event offensichtlich von örtlichen Veranstaltern geplant war, zeigt, dass auch auf Islay der entsprechende Umgang mit der eigenen Kultur nicht immer sehr sensibel veranlagt ist.

Besonders gerne besuchten wir die angeschlossene Bar in unserer Unterkunft - dem Port Charlotte Hotel. Dass noch eine Flasche vom legendären 20jährigen Bunnahabhain von James MacArthur vorrätig war, erfüllte mich mit großer Freude. Viele die mich kennen wissen, dass dieser Malt zu meinen absoluten Lieblingswhiskies gehört.

Die nächste Etappe führte nach Campbeltown. Wir waren Gäste beim Event anlässlich des dreijährigen Bestehens der Glengyle Distillery. Diese Brennerei wurde an ursprünglicher Stelle in den jahrelang ungenutzen Gebäuderesten wiedererrichtet. Sie gehört organisatorisch zu Springbank und bezieht auch das Malz von der dortigen Mälzerei. Frank MacHardy präsentierte uns den ersten offiziellen - allerdings nur zu dieser Veranstaltung abgefüllten - dreijährigen Killkerran. Unter diesem Namen werden auch in Zukunft die Produkte der Glengyle Distillery auf den Markt kommen.
Neben einem tollen Buffet gab es jede Menge Pipe-Music und es spielte eine geniale schottische Folkband auf.

Einen recht verlassenen Eindruck machte die Glen Scotia Distillery auf uns. Diese etwas im Schatten von Springbank stehende Brennerei soll vom derzeitigen Eigentümer Glen Caterine erneut zum Verkauf angeboten worden sein.

Auf der Rückreise nach Glasgow nächtigten wir in Inveraray. Im Crudha na Craige B & B - einem ehemaligen Sitz der Dukes of Argyll - konnten wir einen famosen Blick über den Loch Fynne genießen.

Nach erneuter Einquartierung im Marine Hotel beim Troon Golf Club besuchten wir in Glasgow Douglas Laing. Bei einem meeting im tasting-room mit Stewart Laing wählten wir ein Sherry Butt eines Port Ellen aus dem Jahr 1982 für eine POTSTILL-Edition aus. Diese Abfüllung wird Ende August in der bewährten Platinum Ausführung in Holzkassette im POTSTILL verfübar sein. Der Preis wird sich um 170,-- bewegen.


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